Am Samstagmorgen um 11.00 Uhr besammelten sich die Jugelis mit ihren Velos zum diesjährigen Jugilager. Nach dem Appell ging es auch schon los. Der Thur entlang führte uns die erste Etappe in Richtung Uzwil. Nach rund zwei Dritteln der Strecke war eine wohlverdiente Glace-Pause genau das Richtige. Mit gekühlten Köpfen und neuer Energie radelten wir weiter bis nach Bichwil.
Unser Lagerplatz befand sich auf dem Bauernhof der Familie Hartmann, bei der wir unsere Zelte aufschlagen durften. Während die Zelte aufgebaut wurden, machten sich die grossen Jungs zusammen mit den Jugileitern an ein besonderes Projekt: Aus Paletten, Spanngurten und einer Blache entstand ein erstaunlich geräumiger Pool.
Nachdem alle Zelte standen und die Heringe hoffentlich genug eingeschlagen waren, wurde die Ausdauer der Jugelis bei einem Fussballturnier auf die Probe gestellt. Anschliessend folgte die Zelt- und Platzverteilung. Währenddessen warteten Silvan, Phil und Juri sehnsüchtig darauf, dass sich der Pool endlich mit Wasser füllte. Dank der Wasserpistolen, die Jordi mitgebracht hatte, liess die erste Wasserschlacht natürlich nicht lange auf sich warten.
Währenddessen brutzelten in der riesigen Pfanne bereits die Burger-Patties und die Kartoffel-Pommes wurden knusprig. Die Jugelis hatten offensichtlich grossen Hunger – am Ende blieb praktisch nichts mehr übrig. Nach dem Abendessen organisierten Riana, Emelie, Anna, Mona und Mia ein eigenes Spielturnier. Dabei zeigten nicht nur die Kinder vollen Einsatz – auch die Jugileiter wurden für einen Moment wieder selbst zu Kindern. Zum Abschluss des ersten Tages gab es noch feine Vanille-Glace mit «Schoggi-Sauce». Anschliessend verschwanden alle in ihren Zelten.

Nach einer eher kurzen Nacht starteten wir bereits um 8.00 Uhr mit einer kleinen Morgen-Velorunde. Als wir zurückkamen, wartete bereits ein herrlicher Duft auf uns: In der grossen Pfanne brutzelten Rösti und Spiegeleier. Nach diesem reichhaltigen Frühstück wurden die Rucksäcke gepackt, Sonnencreme eingeschmiert und die Wasserflaschen nochmals aufgefüllt.
Für den Quizlauf wurden die Jugelis in drei Gruppen eingeteilt, welche im Zehn-Minuten-Takt starteten. Die Route führte durch den Rehwald bis nach Flawil. Unterwegs mussten insgesamt 21 Quizfragen beantwortet werden. Zu jeder Frage gab es vier Antwortmöglichkeiten, die jeweils einem Buchstaben zugeordnet waren. Am Ende ergaben die Buchstaben den Lösungssatz: «Zum Dessert gits Schoggi.» Damit war das Nachmittagsprogramm bereits verraten.
Da aufgrund der Trockenheit Feuerverbot herrschte, wurden die geplanten Bratwürste kurzerhand durch Hotdogs ersetzt. Mit Dip und Chips zur Vorspeise, war es auch eine sehr leckere Alternative. Anschliessend marschierten wir weiter zur Maestrani Erlebniswelt. Dort wurde fleissig Schokolade degustiert, gelacht und natürlich auch die eine oder andere Munz-Schoggi probiert. Manche hätten den Schokoladenladen wohl am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Mit vollen Bäuchen und etwas schwereren Beinen machten wir uns auf den Rückweg nach Bichwil. Kaum angekommen, wurden die Badehosen montiert und die Wasser-Seifen-Rutschbahn offiziell eröffnet.
Nach einem feinen Abendessen mit Penne und Bolognese stand das Abendprogramm auf dem Plan. Mit dem Blinzelspiel wurde die Zeit überbrückt, bis Daves Spielturnier begann. Ob Löffel-Mehl-Transport, Schittli-Turm bauen oder Schrauben fischen – Geschicklichkeit, Teamarbeit und eine Portion Humor waren überall gefragt. Es wurde viel gelacht, noch mehr Mehl verschüttet und lustige Fotos geschossen. Anschliessend gab es leckere Crepes mit Nutella.
Nach der kurzen Nacht vom Vortag und rund 15 Kilometern zu Fuss waren die Energiereserven langsam aufgebraucht. Deshalb liessen wir den Abend etwas gemütlicher ausklingen. Bei Werwölfeln, Uno und spannenden Gesprächen wurde der Tag abgeschlossen. So ging ein abwechslungsreicher zweiter Lagertag zu Ende – mit viel Bewegung, Spiel, Wasser, Schokolade und ganz viel gutem Wetter.









Am Montagmorgen hiess es bereits wieder: Zelte abbauen, Material aufräumen und den Lagerplatz sauber hinterlassen. Für den frühen Einsatz wurden alle mit einem feinen Frühstück belohnt – frische Gipfeli, Zopf und Spiegeleier sorgten nochmals für volle Energiereserven.
Natürlich durfte auch am letzten Morgen ein Spiel nicht fehlen. Kaum waren die Badehosen montiert, begann die grosse Post-it-Jagd. Jede Gruppe musste insgesamt 30 Post-it-Zettel mit Zahlen finden und diese möglichst schnell auf ihrem Teamblatt abstreichen. Ganz so einfach war das allerdings nicht: Wer unterwegs von einem Jugileiter erwischt wurde, musste den gefundenen Zettel wieder abgeben und erhielt als kleine «Belohnung» einen Farbstempel mit Fasnachtsfarbe.
Nachdem wirklich alle bunt genug waren, wurden die Velos ein letztes Mal gesattelt und wir machten uns auf den Weg in die Badi Oberuzwil. Dort dauerte es keine zwei Minuten, bis die ersten Jugelis im kühlen Nass verschwunden waren. Zum Zmittag gab es feines Schnitzelbrot vom Grill, bevor wir uns um 15.30 Uhr gemeinsam auf den Rückweg nach Niederbüren machten.
Damit ging ein rundum gelungenes Jugilager 2026 zu Ende. Drei Tage voller Spiel, Sport, Wasser, Schokolade, Sonnenschein und unzähliger lustiger Momente werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ein herzliches Dankeschön geht an Mäsi und Jordi, die uns das ganze Wochenende mit feinem Essen verwöhnt haben. Ebenso bedanken wir uns bei der Familie Hartmann für den tollen Lagerplatz und natürlich bei allen Jugelis und Leitern, die das Lager zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Bis zum nächsten Jahr!
Turnverein Niederbüren
