Um 9.00 Uhr waren alle 30 Turnerinnen und Turner am Bahnhof Gossau versammelt. Dabei war auf dem ersten Anblick nicht ganz klar, ob alle Anwesenden auf die gleiche Vereinsreise gingen. Vor allem das Schuhwerk sorgte für Gesprächsstoff: Während die einen mit ihren besten Wanderschuhen bereitstanden, setzte andere auf Adiletten mit Socken. Viel Zeit zum Diskutieren blieb allerdings nicht, denn wir mussten direkt auf den Zug. Wohin die Reise genau ging, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar und wir überliessen die Führung dem Organisationsteam Matthias und René.
Knapp zwei Stunden später begrüsste uns strahlendes Wetter in Zug. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt ging es bereits zum Mittagessen, wobei wir eine feine Pizza assen. Frisch gestärkt ging es danach auf die Wanderung. Die Strecke führte durch die schöne Landschaft und bot immer wieder einen Blick auf den Zugersee. Aufgrund einiger Unsicherheiten in der Wegführung und da die Aussicht auf keinen Fall zu kurz kommen durfte, wurde kurzerhand noch eine zusätzliche Schlaufe eingebaut. Wie gesagt war das Wetter perfekt, was dann auch dazu führte, dass die einte oder andere Schweissperle vergossen wurde.
Nach dieser sportlichen Leistung kam die Pause beim Einkehren auf der gemütlichen Terrasse gerade recht. Dabei wurde gejasst und feine Desserts gegessen. Gestärkt machten wir uns anschliessend auf den Weg Richtung Unterkunft. Auf den Weg dorthin mussten jedoch Roman, Chrigi, Adi und Fix unbedingt noch diesen Stall besichtigen, wobei sie sich kurzerhand auch noch zum Abendessen eingeladen haben. Während die vier noch auf Besichtigungstour waren, ist der Rest bereits in der Unterkunft in Walchwil angekommen. Dort folgte allerdings gleich die nächste Überraschung: Für 30 Personen gab es nur 15 Decken. Für alle war daher klar: de Schneller isch de Gschwinder.
Der Abend startete gemütlich mit Rundlauf, Jassen und einer saftigen Wassermelone. Mäsi kümmerte sich um das Feuer, denn auf dem Menuplan standen Burger. Leider war das Feuer genau in der Schusslinie des Pingpongs, weswegen dann auch noch einen Ball daran glauben musste. Nach dem Essen wurde es nochmals sportlich. Die grosse Challenge des Abends stand an und die Gruppen mussten sich in drei verschiedenen Disziplinen beweisen. So ging es beispielsweise hüpfend und mit einer Poolnudel bewaffnet über den Platz oder die Feinmotorik wurde mittels Flaschenhals und Kellenstiel getestet. Nach den Herausforderungen ging es noch mit einigen Runden Rage Cage weiter. So wurde der Abend langsam, aber sicher länger, bevor es schliesslich auch die Letzten mehr oder weniger heil ins Bett geschafft haben.
Am nächsten Morgen war von Ausschlafen nicht viel zu spüren. Während die einen noch versuchten, richtig wach zu werden, machten sich Andere bereits daran, die Spuren des Vorabends zu beseitigen. Ein Gipfeli und ein Orangensaft später sah die Welt schon wieder viel besser aus. Zu Fuss ging es zurück Richtung Zug. Die morgendliche Wanderung war angenehm und vor allem deutlich weniger schweisstreibend als am Vortag. In Zug angekommen, nahmen wir den Zug Richtung Baar. Ein zweites Frühstück wurde noch in der Bäckerei am Bahnhof gegessen bevor bereits das nächste Ziel angestrebt wurde: das Töffli-Depot für die geplante Töfflitour.
Nach einem kurzen Briefing wurden die Helme verteilt und die rassig roten und blauen Pony-Töffli gestartet. Bei den meisten funktionierte das Fahren erstaunlich gut, ausser bei zwei Fahrern haperte es allerdings noch etwas an der Absprache und einen Knall später war der Töffli-Spass fürs Erste bereits wieder vorbei. Zum Glück blieb es bei einem kurzen Schrecken und die Fahrt konnte anschliessend ohne weitere Zwischenfälle weitergehen. Zum Schluss wurde noch geschwind für das Gruppenfoto posiert, bevor es anschliessend ausnahmsweise auf dem direkten Weg Richtung Bahnhof ging. Genützt hat es zeitlich allerdings nicht mehr viel, denn inzwischen waren wir rund eine Stunde später dran als ursprünglich geplant. Für den Heimweg hiess es deshalb improvisieren. Spätestens in Zürich führten noch einige Kommunikationsschwierigkeit dazu, dass wir uns schlussendlich in verschiedenen Zügen auf den letzten Abschnitt Richtung Gossau auf den Weg machten.
Am Ende kamen aber alle sicher und munter wieder in Gossau an. In Erinnerung bleiben zwei ereignisreiche Tage mit einigen Schweissperlen, gemütlichem Zusammensein und vielen lustigen Momente. Ein herzliches Dankeschön an Matthies und René für die super Organisation und die abwechslungsreiche Vereinsreise!
Selma Züger



